Aus Scheiße Gold machen

Gehen wir mal von folgenden Gegebenheiten aus:
a. Der Hund lebt 15 Jahre
b. Im ersten Jahr muss der Hund im Durchschnitt 3x täglich sein großes Geschäft erledigen
c. In den Jahren 2 bis 15 (also 14 Jahre lang) nur 2x täglich

Im ersten Jahr verbraucht der tapfere Hundehalter also 3 Tüten x 365 Tage = 1095 Kotbeutel. In den Folgejahren kommen stolze 10220 Kotbeutel hinzu (2 Tüten x 365 Tage x 14 Jahre). Mach zusammen einen Kotbeutelaufwand/Anzahl Haufen von 11315 Stück.

Nun betrachten wir noch die Kosten. Zur Zeit benutzen wir ein Kotbeutelpäckchen mit 315 Beuteln für 14,99 Euro. Wenn wir dieses mal als Gegeben annehmen, entstehen für 11315 Kotbeutel ein Gesamtbetrag von 538,45 Euro.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, das jeder Kothaufen 4,75 Cent kostet.

Weiterhin bezahlt man also im Durchschnitt 35,89667 Euro pro Jahr an Kotbeuteln.

Am 18.10.2011 wurde eine Hundebestandsaufnahme der Stadt Potsdam durchgeführt (Quelle 1). Dabei wurden 5500 gemeldete Hunde gezählt. Davon ausgehend, dass jeder Hund unter den oben genannten, gleichen Bedingungen scheißt sowie lebt und die Hundebesitzer auch fleißig hinter den Tieren aufräumen, könnte die Tierindustrie allein in Potsdam 538,45 Euro x 5500 Hunde = 2.961.475 Euro an Kotbeuteln einnehmen.

Alle Hunde zusammen verursachen dann übrigens 62.232.500 Haufen.

In Potsdam kostet ein nicht entfernter Hundehaufen ein Bußgeld von 25 Euro (laut Quelle 2). Jetzt mal als utopische Spinnerei: 25 Euro x 11315 Eigen-Hunde-Haufen = 282.875 Euro Bußgeld für nicht entfernte Haufen. Da lohnen sich die Kosten für die Kotbeutel. Für alle Hunde Potsdams ergäbe dies ein Gesamtbußgeld von 1.555.812.500 Euro.

Nur mal so.

Quellen:
1 http://www.potsdam.de/content/630-landeshauptstadt-potsdam-fuehrt-hundebestandsaufnahme-durch
2 http://www.hundeinfoportal.de/potsdam_maulkorb.php

Enttäuschung pur

Gestern Abend saßen wir auf der Couch und guckten Rosins Restaurants. Der Vierbeiner schnarchte friedlich im kühlen Bad. Da erlaubte ich mir, ein Pfeif-ähnliches Geräusch zu machen, welches gar nicht für den Hund bestimmt war. Prompt kam der Vierbeiner voller Erwartungen angerannt, guckte sich um, wir guckten ihn an, er uns und dann stellte er fest, dass es hier bei uns voll langweilig ist. Er drehte sich um und verschwand wieder im Bad.