Tour zum See wie ein Hundehaufen

Soo, das war ja vielleicht mal was von Scheiße. Fangen wir mal am Anfang an.

Wir hatten vor, eine kleine Tour zu einem nahe gelegenen See zu machen, damit der Kleine endlich mal so richtig schwimmen kann. Diese Idee hatten wir auch schon letztes Wochenende, nur sind wir in ein richtig schönes Sommergewitter rein geraten, sodass meine Niere ungefiltert Regenwasser trinken konnte – so nass waren wir. Daher dieses Wochenende ein erneuter Versuch bei besserem Wetter. Dabei gingen aber so einige Dinge schief.

1.
So ziemlich am Anfang bei einer Unterführung einer Brücke saßen zwei junge Leute mit 2 großen Hunden (ziemlich sicher Kampfhunde), die natürlich nicht angeleint waren. Warum auch? Ist ja nur eine Unterführung, wo Fahrradfahrer, Jogger, Wanderer, Kinder und vor allem Hunde vorbeikommen. Die großen sind dann natürlich auf unseren Kleinen los (zwar friedlich neugierig, allerdings schon mit tiefen Knurren). Ich musste dann laut werden und habe den Hunden mit einem gebrüllten “Aus” mal Manieren beigebracht. Zum Glück sind die Viecher dann auch zurückgewichen. Eine Diskussion mit den Haltern über Sozialisierung von Welpen (evtl. eine Fehlprägung gegenüber großen, aggressiven Hunden) und Leinenpflicht bzw. Gehorsam deren Hunde stieß selbstverständlich auf taube Ohren. Fuck.
Nun ja, Puls auf 3000 und weiter geht’s. Wir hatten ja ein Ziel.

2.
Wir waren dann endlich am See, der Kleine hüpft freudig da rein, knabbert, blubbert und rennt. Bis ihn ein paar (Erd-)Wespen(?) überfallen. Als er dann anfing zu quieken, wussten wir, dass es Tierchen sind, die Aua machen. Ich also sofort hingestürmt, um die Viecher abzumachen. Dabei hat mich so ein Wespenvieh auch erwischt, durch meine Trainingshose, die gar nicht mal so dünn ist. Nach dem ersten Schreck sind wir dann etwas weiter zu einer anderen guten Wasserstelle gegangen. Nun, da war er sehr verhalten ins Wasser zu gehen. Wir hoffen, dass diese blöden Wespen und ihre schmerzenden Stiche ihn nicht fehl konditioniert haben. Nicht, dass der Kleine jetzt Wasser mit Schmerzen in Verbindung bringt. Zu Hause, wo er eigentlich gerne in die Dusche geht und sich abbrausen lässt, wollte er diesmal auch eher schnell wieder raus. Fuck. Mal gucken.

3.
Auf dem Rückweg saßen die beiden bescheuerten und uneinsichtigen Hundebesitzer immer noch da. Den Einen hatten sie bei Sichtkontakt an die Leine genommen, der Andere lief aber noch frei und wollte mal wieder zu Barney. Ich mich also in den Weg gestellt. Knurrend und schnaubend ist der auch zurückgewichen. Viel spannender war jedoch, dass Frauchen gefühlt 20mal “Komm” rufen musste, bis der Hund mal gehört hat – und dies auch nur, weil Frauchen den Hund am Schwanz gepackt hat. Das nenne ich mal Erziehung. Aber ne große Fresse haben. Solche Hundehalter liebe ich ja. Fuck.

4.
Apropos Hundehalter. Da nehmen wir Barney zur Seite und halten ihn kurz, da lässt doch so eine alte (50-60 Jahre) Frau ihren Dackel trotzdem an unseren Hund. Da weisen wir sie darauf hin, dass wir den Hund extra an den Wegrand genommen haben, damit sie ihren Leinenhund nicht zu Barney lässt und dass es eine Frage des Respektes ist, erst den Hundehalter um Erlaubnis zu fragen – notfalls per Blick. Da sagt die doch ernsthaft “Dass die nur Hallo sagen wollen” und “Das ich mich mal nicht so haben soll” und mein Lieblingszitat “Dann habe ich eben keinen Respekt”. Wie bitte??? Die älteren Menschen dieser Welt meckern ständig über die Verrohung der Jugend und dann will die nicht mal Respekt gegenüber einen Hundebesitzer an den Tag legen. Fuck, echt jetzt? Was ist nur los mit diesen Hundebesitzern. Fuck.

Fazit:
Viele Hundebesitzer sind einfach scheiße, aber Barney geht es gut. Er reagiert scheinbar nicht auf die Stiche. Er ist normal nach Hause gelaufen, hat gefressen und spielt hier gerade hinter mir. Puhh.

Aber fuck.