159+ Alternativen zur Tötung

  • 147 Tierärzte im Umkreis von 20 km um Rüsselsheim hätte man um Rat fragen können*
  • 1 Man hätte den Tierschutzverein um Hilfe bitten können (und ihn dann nicht wieder absagen)
  • 1 Man hätte das Tierheim um Unterstützung bitten können (Möglichkeit des Betäubungsgewehres)
  • 1 Man hätte die beiden Damen, die die beiden Hunde kannten, vorlassen können
  • 1 Man hätte auf die Besitzer warten können und müssen
  • 1 Man hätte warten können, denn so ein Hund schläft bis zu 20 Stunden am Tag
  • 1 Man hätte die Beamten besser schulen können**
  • 1 Man hätte auch den gesunden Menschenverstand benutzen können***
  • 3 Man hätte auch die drei Hundeschulen um Hilfe bitten können
  • 1 Man hätte auch ein Netz oder ähnliches verwenden können, um die Tiere einzufangen
  • 1 Man hätte die beiden auch einfach mit einem Stück Fleisch ablenken können und dann festsetzen
  • X Hat denn Rüsselsheim keine Hundestaffel? Die Polizisten sind erfahrene Experten im Umgang mit Hunden

159 + X

* Wegen einer Verletzung mussten wir letztens unserem kleinen Hund eine Vollnarkose verpassen. Das ist ne Sache von nicht mal 1 Minute, dann schläft so ein Tier.

** Wenn man sich einem Hund falsch nähert, dann bleibt ihm mitunter nur der Angriff nach vorne als letzter Ausweg. Dabei ist aber der ungeschulte Mensch schuld, nicht der Hund.

*** Wenn ich genug Zeit habe einen weiteren Streifenwagen mit größerer Waffe anzufordern, dann hab ich auch Zeit auf die Besitzer zu warten. Dies erfüllt für mich – und sicherlich auch für viele andere Menschen – nicht den Tatbestand des Gefahr im Verzug. Schließlich waren die beiden Hunde mit sich selbst beschäftigt. Wären die jetzt auf die Menschen losgegangen, dann ok. Dafür hat die Polizei nun mal Dienstwaffen. Dann wäre es aber auch wirkliche Notwehr und Gefahr gewesen.

 

In einem Bericht habe ich gelesen, dass sich die verletzten Personen in den Polizeiwagen gerettet hätten und dass diese nicht versorgt werden konnten. Warum nicht? Ganz platt ausgedrückt, so ein Auto hat zwei Seiten. Da wäre man auf der “sicheren” Seite ausgestiegen und gut ist. Und auch hier gilt: wenn die Hunde dann angegriffen hätten – Feuer frei. Klingt für Hundebesitzer scheiße, wäre dann jedoch die richtige Entscheidung gewesen.

 

Weiterhin soll es eine Polizistin gegeben haben, die den Feuerbefehl verweigert hatte. Wird diese jetzt wegen Befehlsverweigerung angeklagt? Von wem kam der Befehl? War der Befehlsgeber vor Ort und hatte er überhaupt einen Überblick? Warum hat die Polizistin nicht geschossen – wusste sie, dass hier mitunter ein Vergehen gegen das Tierschutzgesetz vorliegen würde?

 

Der Oberbürgermeister sagte folgendes: “Zur Erschießung zweier Listenhunde durch die Polizei nimmt Oberbürgermeister Patrick Burghardt Stellung. „Die Polizei hat aus meiner Sicht richtig gehandelt. Die Hunde haben zwei Menschen gebissen, die in den Polizeifahrzeugen Schutz suchen mussten“, sagt Burghardt und fährt fort: “Der Friedenplatz ist stark frequentiert. Er liegt zwischen einer Schule und dem Bahnhof an einer sehr stark genutzten Bushaltestelle, und die Grundschule ist nicht weit entfernt. Ich will mir gar nicht ausmalen, was hätte passieren können, wenn die Polizei nicht so reagiert hätte. Es ist nicht auszudenken, wenn auch noch ein Kind gebissen worden wäre, das einfach nur zur Schule wollte“.”
Ein Mensch, der einen anderen verletzt wird auch nicht gleich erschossen. Man gewährt ihm einen fairen Prozess. Den hatten die Hunde nicht, denn sonst wären vielleicht einige der obigen Optionen gewählt worden. Der Friedensplatz ist also stark frequentiert, er liegt zwischen einer Schule und einem Bahnhof. Oh je, heißt das jetzt, dass die Hunde noch leben würden, wenn dieser Vorfall in einem Randbezirk von Rüsselsheim stattgefunden hätte? Sind Innenstadt-Menschen also schützenswürdiger als Randbezirk-Menschen? Ich dachte immer, dass die Polizei jeden gleich schützt und daher auch auf die gleiche Art und Weise handeln würde! Natürlich behandeln wir alle Situation gleich, wird sicherlich die Polizei antworten. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch, dass die Polizei selbst in einem Randbezirk, wo es weniger Menschen gibt und demzufolge die Gefahr für diese wenigen Menschen viel geringer wäre (ist ja kein Schule oder Bahnhof in der Nähe), die Hunde trotzdem erschossen worden wären.

Wie hätte denn ein Kind aus der nahelegenden Grundschule an die beiden Hunde herankommen sollen – es gab ja schließlich eine Vollsperrung? Auch hier sind wieder Kinder schützenswürdiger? Ich meine moralisch ja, aber gesetzlich? Und seit wann ist denn “Hätte, hätte, Fahrradkette” eine Erlaubnis ein durch das Tierschutzgesetz geschütztes Lebewesen zu töten? Nach der Logik müssten wir alle Menschen auf der Erde eliminieren, denn wir sind das gefährlichste Raubtier der Welt.

Weiterhin sagte er: “Im Übrigen gelte in der Fußgängerzone Leinenzwang für alle Hunde. Der Halter habe daher die Verantwortung für die Vorfälle zu tragen.”
Finde ich schwierig. Eine Leinenpflicht besteht sicherlich, das zweifel ich nicht an, da ich dort nicht wohne. Aber! Eine Leine dient nur dazu, den Hund unter Kontrolle zu halten. Dies wurde von den beiden Hundebesitzern jedoch getan. Schließlich waren die beiden Hunde nicht nur an einer Leine, nein, sie waren hinter den Türen des Geschäfts eingesperrt. Das ist sicherer als jede Leine. Dass die Besitzer die Hunde allerdings unbeaufsichtigt gelassen haben, ist in der tat fahrlässig. Bei diesem Punkt sollten die beiden auch die nötige Courage mitbringen und ihre Strafe (sofern erteilt) wie ein Mann tragen. Die Leinenpflicht tut in diesem Fall jedoch überhaupt nichts zu Sache! Die Hunde kamen frei durch eine Straftat – einen Einbruch.

Außerdem: “Die Rüsselsheimer Bevölkerung vor Ort weiß sehr wohl einzuschätzen, wie die Situation auf dem Friedensplatz war.”
Ja ne, ist klar. Leute, die keine Ahnung von Hunden haben und ihre Meinung über sogenannte Listenhunde aus Artikeln der Bild haben, können sicherlich eine hochqualifizierte Meinung abgeben. Deswegen darf ja auch jeder Hunde gegen Geld ausbilden. Ach nee, darf man nicht. Auch hier wieder eine eher merkwürdige Aussage.

“Viele Bürgerinnen und Bürger haben erklärt, dass sie Angst vor den aggressiven und frei laufenden Hunden hatten. Der Einsatz war daher für die Sicherheit der Menschen in der Innenstadt wichtig“
Fahren Sie mal nachts in Berlin U-Bahn, da sind Hunde das kleinste Problem, vor dem man Angst haben sollte. Dennoch werden da keine besoffenen und aggressiven Jugendliche erschossen. Dass der Einsatz wichtig war, finde ich hingegen auch. Die Sicherheit muss gewährleistet werden. So, wie der Einsatz aber gelaufen ist, dass ist nicht in Ordnung.

Dennoch halte ich die Polizei nicht für vollständig bescheuert. Es sind sicherlich nicht alle Fakten durch die Medien gegangen, sonst hätte man zum Beispiel etwas von der Polizistin im Netz gelesen.

Solange die Polizei/Staatsanwaltschaft hier jedoch keine transparente Klarheit schafft und zur Not den Schritt des Schuldeingeständnisses wagt, wird es immer weiter gehen mit dem Shitstorm. Offene Auseinandersetzung mit der Thematik und seinen Opfern (in der Tat alle Hundebesitzer!, die Gebissenen und letztlich die Polizisten) sollte wieder mehr Ruhe in Rüsselsheim herstellen, als die schwammigen Aussagen des Oberbürgermeisters. Das Gefühl und die Angst, dass sich die Polizei/Politik wieder selbst schützt und eventuelle Fehler einfach unter den Teppich kehrt, ist hier meiner Meinung nach das grundsätzliche Problem.

Doch Achtung: Ich fordere hier keine Hexenjagd gegen die Polizisten. Wenn sie schuldig sind, dann sollen sie ihre Strafe ebenso wie Männer tragen, wie die Hundebesitzer, die die beiden unbeaufsichtigt gelassen haben.

Aus dem Grund ist eine offizielle Untersuchung der Vorfälle dringend anzuraten.

Rüsselsheim: Polizei erschießt Kampfhunde

Gestern wurden in Rüsselsheim zwei American Staffordshire Terrier von der Polizei erschossen. Nach Angaben der Polizei waren die Tiere aggressiv und hätten angeblich zwei Menschen verletzt. Die Polizei sah sich aus Sicherheitsgründen gezwungen, die Tiere zu erschießen.

Das ist unter Hundebesitzern sicherlich bereits hinlänglich bekannt. Im folgenden dazu ein Liste an Nachrichtenbeiträgen, um sich eventuell ein besseres Bild zu machen.

http://www.your-dog.at/zwei-hunde-fussgaengerzone-erschossen/

http://www.welt.de/regionales/hessen/article132538761/Polizei-erschiesst-zwei-bissige-Kampfhunde.html

http://www.fr-online.de/kreis-gross-gerau/ruesselsheim-polizei-toetet-terrier,1473014,28496700.html

Dazu ein Video (Vorsicht, es ist unzensiert): https://www.facebook.com/video.php?v=698857980189258&set=vb.100001951864543&type=2&theater

 

Auf Facebook hat einer der Besitzer (D Kim Bo) folgendes geschrieben:
“Hiermit komme ich mal zu wort..

Ich bin der besitzer “DADO” von Kimbo (dem dunklen)
Kimbo und Ty`s sind brüder, zusammen auf die welt gekommen und zusammen auch aufgewachsen.
Gerade 18 Monate jung!

Osman und ich sind gute freunde, haben letztes jahr kimbo und tys geholt als sie 8 wochen alt waren.
Osman hat tys genommen und ich kimbo.

Das was die rüss-polizei heute abgeliefert hat, ist mit nichts auf dieser welt zu rechtfertigen!!!

Beide waren sehr gut erzogen, verspielt und in keinster form agressiv. Sie besitzen auch wesenstest`s mit höchster belobigung.
Sie waren weit über rüss hinaus bekannt und überal geliebt.

Sie haben weder jemanden angegriffen noch sonst in irgend einer form gefahr für irgendwen dargestellt!
Sie waren über nacht im Laden von osman..gestern abend gegen 12 waren wir noch mit den hunden am main spielen.

Im laufe der nacht haben eibrecher versucht durch die hintertür in die shishabar zu gelangen, sind warscheinlich durch das gebell der hunde erschreckt und geflüchtet. Die tür jedoch war am schanier schon so beschädigt, das sie auf ging. dadurch konnten kimbo und tys auch nach draussen gelangen.

Die beiden kennen den gesamten friedensplatz, sind trotzdem nur vor dem haupteingang gewesen.
Heute morgen gegen halb 8 rief jemand die polizei. die kam gleich mit 4 autos, ca 8-10 beamte.

Sie haben niemanden bedroht oder ähnliches, ein junge der zu schule vorbeiging hat sogar beide gestreichelt.

osman und ich schliefen beide noch, da kam der anruf von einem verwandten. haben uns beide so schnell es ging auf den weg dort hin gemacht.
In der zwischenzeit haben 2 gute freundinen, (die beide hunde seit klein auf kennen) die polizei gebeten, sie zu den hunden zu lassen weil sie, sie in gewahrsam nehmen können bis osman und ich kommen…und alles wäre gut.

Das lehnten die ab!!!!! Einer der pol forderte extra noch eine streife an um mit großer schusswaffe zu kommen um die beiden zu exikutieren!
Also war das alles andere als eine reflex handlung, sondern eine geplante ermordung der hunde!!!
Während die schüsse vielen, spielten die 2 mit einem karton!
Ich und osman sind 3-5 min nach den schüssen gekommen..

DAS WAR EINE VERFICKTE HINRICHTUNG!!!!!!!!!!

Es gibt viele mittel um diese situation zu kontrolieren wie z.b. fangnetze,
trichter, betäubungspfeil, etc etc…..
…vor allem wenn sie nur spielen!!!!!

Sowas kann nur ein herzloses, dreckiges stück scheiße machen dessen eigenes leben am arsch und nix wert ist!!!!!

Die ganze nation soll DAS HIER sehen, lesen und wissen!!!
Sämtliche tierschutzverbände, tierheime mit rang und namen in deutschland sind darüber informiert, sowie alles großen tagezeitschriften, lokalsender und sender wie VOX!!!!!!
Es wir eine große demo veranstaltet bei der ich nochmals alle einlade!!!!!

ICH WERDE MIT OSMAN JEDEN NUR ERDENKLICHEN SCHRITT GEHEN DER NOTWENDIG IST…VOM ANWALT BIS ZUM HÖCHSTEN RICHTER BEI DER STAATSANWALTSCHAFT, MEDIENPRÄSENZ……UM DIESE ERBÄRMLICHE KAKALAKE ZU ELIMINIEREN!

ER WIRD SICH SOLANGE ER LEBT AN DEN HEUTIGEN TAG ERINNERN, GENAUSO WIE ICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

FEIGES SCHWANZLOSES STÜCK SCHEISSE OHNE EHRE UND WÜRDE.
HOFFENTLICH LIEST DU MEINE WORTE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!”

 

Ein paar Highlights aus den oben verlinkten Berichten:
“Die Polizisten hätten darauf jedoch geantwortet: „Halt die Fresse. Verpisst euch“, gaben beide Frauen übereinstimmend an.”

“Kurz darauf seien die Schüsse gefallen, obwohl die Tiere im Video einen eher friedlichen Eindruck machen.”

“Es heißt, dass beide die Wesensprüfung bestanden hätten .”

“Auch Claudia Kemmler, Vorsitzende des Tierschutzvereins Rüsselsheim, widerspricht der Behauptung der Polizei, eine Hinzuziehung des Tierheims sei nicht möglich gewesen. „Wir haben sofort den zuständigen Pfleger verständigt. Doch dann hat die Polizei wieder angerufen und den Alarm zurückgenommen“, sagt sie.”

 

Mein Fazit:
Die Wortwahl des D Kim Bo ist sicherlich aufgrund seines emotionalen Stresses nachvollziehbar und gewisse Äußerungen hätte man sich sparen können. Dennoch ist der Kern seiner Aussage scheinbar richtig – es war eine unnötige Hinrichtung. (Und ganz ehrlich, ich wäre auch nicht diplomatischer in meiner Wortwahl, wenn sowas meinem Barney passieren würde).

Zurecht wurde eine Petition zur vollständigen Aufklärung des Falls etabliert: https://www.openpetition.de/petition/online/ermittlung-gegen-schiesswuetigen-polizeibeamten-in-ruesselsheim

Die Berichte der Medien stimmen größtenteils überein, daher kann man dem einen sicherlich nicht unbeträchtlichen Wahrheitsgehalt zugestehen. Davon ausgehend bestanden die Bemühungen der Polizei alles mögliche zu unternehmen, um ein Hinrichtung zu vermeiden, wohl darin, einen weiteren Streifenwagen mit einem ballerfreudigen Kollegen anzufordern. Warum sagte man dem Tierschutzverein wieder ab? Warum lies man die beiden Frauen nicht durch, sondern beleidigte diese? Da die Polizei mit solch einer scharfen Wortwahl argumentierte (“Verpisst Euch”), gibt es daraus für mich nur zwei Konsequenzen: Es ist wohl bei der Polizei üblich, sozial total unfähige Vollgurken von meinem Steuern einen Job und eine Waffe zu geben. Weiterhin darf ich jetzt wohl in Zukunft die Polizisten ebenfalls beleidigen – Wie du mir, so ich dir, quasi.

Apropos Vollgurken bei der Polizei, gibt es für solch einen Fall nicht gewisse Experten, die eine Tötung durchführen dürfen? Zum Beispiel Leute, die zielen können. War es wirklich notwendig wie im wilden Westen rum zu ballern, bis der Gegner tot umkippt? Wozu gibt es denn Gewehre mit Fernrohr.

Und dann zum Thema Gewehre: Soweit ich weiß, gibt es in Rüsselsheim auch einen Zoo. Die haben dort sicherlich die Möglichkeit, Betäubungspfeile zur Verfügung zu stellen. Von wegen, es wurde alles getan, um eine Tötung zu verhindern.

Abgesehen davon schlafen Hunde bis zu 20 Stunden am Tag. Man hätte auch warten können, bis die beiden sich in eine Ecke legen und sich ausruhen, um dann die Besitzer zu den Tieren zu lassen.

Dann noch einen Hinweis. Gibt es einen Hundebesitzer in dieser Welt, der noch nicht im Spiel aus Versehen von seinem Hund verletzt wurde?

Und dann noch etwas, liebe laufenden und blau gekleideten Steuergelder: Bei wirklich aggressiven Hunden (die beiden im Video haben nur verspielt) sind nicht das Problem, die Hundebesitzer dagegen schon. Ich habe Rottweiler und Dobermänner gesehen, die hätte man vom Kuschelfaktor mit einer Katze verwechseln können. Ich kenne aber auch Golden Retriever, denen möchte ich Nachts nicht alleine begegnen.

Stellen wir also fest:

  • Die Polizei hat scheiße gebaut
  • Die Petition ist absolut berechtigt
  • Der Fall sollte lückenlos aufgeklärt werden
  • Der schießende und der beleidigende Polizist sollten bis auf weiteres aus dem Dienst suspendiert werden
  • Die Hundebesitzer sollten eine menge Trost und eine überfällige Entschuldigung der Polizei bekommen

Ich wünsche mir für die beiden Hundebesitzer eine menge Kraft und Ausdauer, um diese schwere Zeit zu überstehen. Und Jungs, tut mir einen Gefallen, klagt die Polizei in Grund und Boden.

Soweit erstmal dazu.

 

Statusupdate

Es ist viel passiert.

Am 19.8. hat sich Barney irgendwie mit dem hinteren rechten Bein vertreten, so dass er jaulend alle Umstehenden in der Hundeschule davon überzeugen konnte, dass er sich weh getan hat. Wir also ab zum Doc. Alles halb so wild. Alle Bänder, Sehnen und Knochen in Ordnung, dennoch wurde eine Sportbefreiung verordnet und es gab eine schöne Spritze sowie Tabletten gegen Schmerzen. Die wiederum sorgten dafür, dass Barney deutlich öfter pinkeln musste – ergo: Wischeinsätze im Flur.

Nachdem das überstanden war und Barney wie ein junger, aktiver Hüpfer wieder fröhlich durch die Gegend wackelte, kam der nächste Arztbesuch. Wir waren schön draußen, haben Sitz und Platz unter Ablenkung sowie die Leinenführigkeit trainiert. Nach 40 Minuten fleißigem Üben wollten wir Barney noch auf die Pipi-Wiese lassen. Da fand er einen kleinen Ast, war für wenige Sekunden überglücklich, dann rammte er sich das Teil in die Zunge. Wir also ab zum Doc. Ein schönes, erbsengroßes Loch in der Zunge (da wo die Zunge am Unterkiefer festgewachsen ist): Vollnarkose, mit 10 Stichen genäht, Antibiotikadröhnung und schmerzstillende Mittel. Auch hier hat Barney wieder als Nebenwirkung eine erhöhte Blasentätigkeit entwickelt – also auch hier mehrmaliges Wischen im Flur.

Lustig, wenn das schon alles wäre. Herrchen wurde krank, Hundi hatte Blasendruck, Fahrstuhl war über Tage defekt und trotzdem musste der kleine, behaarte 17 Kilogramm-Fleischklops raus. Folge: Herrchens Genesung brauchte länger als üblich, doch Barney genoss es, getragen zu werden (bis in die 6. Etage, 99 qualvolle Stufen).

Alle “guten” Dinge sind drei. Barney hat es doch tatsächlich geschafft, eine seiner Spielsocken zu verschlucken. Tja, … ab zum Doc … mal wieder. Alles aber halb so wild. Dem Kleinen ein hübsches Brechmittel verabreicht und dem Doc den Vorgarten vollgekotzt. Danach gab es dann ein Mittel gegen Brechreiz und eins gegen Bauch-Aua. Und jetzt kann man mal raten, wer wegen den Injektionen öfter pinkeln muss. Die Moral der Geschicht’, verspeise deine Socke nicht. 

Aufgrund der Umstände mit den Verletzungen und den Nachsorgeterminen beim Doc haben wir jetzt bereits 5 der 10 gebuchten Hundeschulen-Stunden aussetzen müssen. Es ist Schade, dass Barney dadurch ein wenig in der Ausbildung hinterher hängt …